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Verwendung von Diamanten in der Industrie

Industrie DiamantenIst die Rede von Diamanten, dann kommen einem sicherlich zuerst funkelnde Brillanten und Schmuckstücke mit Diamantbesatz in den Sinn. Ungeschliffene Rohdiamanten werden jedoch keineswegs nur zu Schmucksteinen verarbeitetet, sondern finden auch in der Industrie zu vielfältigen Zwecken Verwendung. Sei es für Bohr- und Schleifwerkzeuge, als Teil von Abrichtwerkzeugen oder Bohrkronen für geologische Bohrungen, Diamanten kommen in verschiedenen industriellen Branchen zum Einsatz und haben selbst im Bereich der Chirurgie längst Einzug gehalten, wo sie als Material für Skalpelle verwendet werden.

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Diamant Entstehung

Entstehung DiamantenVon allen Edelsteinen dieser Welt gilt der Diamant als das seltenste und wertvollste Exemplar. Dies ist auf seine außergewöhnliche Entstehungsgeschichte zurückzuführen:

Die Entstehung des Diamanten ist heute weitestgehend erforscht. Wissenschaftliche Studien belegen, dass ein Diamant nur unter extremen Temperaturen von 1250 bis 1500 Grad Celsius und unter einem enormen Druck von 100 bis 150 Kilobar entstehen konnte. Und dies galt auch nur für die Bereiche in den Erdschichten, an denen eine höhere Konzentration an Kohlenstoff vorkam. Diese Extrembedingungen herrschten auf der Erde ausschließlich ab einer Tiefe von mindestens 150 Kilometern unter der Erdoberfläche. Anhand der Einschlüsse in Diamanten wurden auch schon Entstehungstiefen von etwa 700 Kilometern nachgewiesen.

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Brillianten

Die Begriffe „Brillant“ und „Diamant“ werden gerne und oft in einem Atemzug genannt, obwohl das so nicht korrekt ist. Ein Brillant ist ein Edelstein (oder ein Imitat), bei dem ganz bestimmte Bedingungen erfüllt sein müssen. Zum Brillanten macht diesen Stein ein ganz besonders aufwändiger und schwieriger Schliff, der den Diamanten bzw. den späteren Brillanten auf ganz besondere Weise funkeln lässt. Heute werden Diamanten als Oval, in Form eines Herzens, im Peruzzi- oder Smaragdschliff veredelt, am weitesten verbreitet ist aber der Brillantschliff.

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Diamantenzertifikate

Diamantzertifikat DiamantenzertifikateDiamantenzertifikate dienen dem Nachweis der Eigenschaften eines Diamanten und werden als Schriftstücke in gedruckter Form von gemmologischen Instituten ausgestellt. In Deutschland auch als Expertise bezeichnet, umfassen diese Dokumente exakte Angaben zu allen bedeutenden Eigenschaften eines geschliffenen Diamanten ohne Fassung, die im Rahmen der fachgerechten Begutachtung durch ein international anerkanntes Institut konstatiert worden sind. Das als eine Art Ausweis des Diamanten zu betrachtende Zertifikat wird in unterschiedlichen Größenformaten ausgestellt und verfügt zur Fälschungssicherheit in der Regel über integrierte Mikrotexte, Hologramme oder besondere Texturen. Durch die Aufführung der individuellen Eigenschaften und die Vergabe einer Zertifikatnummer wird das Dokument zu einem Identitätsnachweis des entsprechenden Diamanten.

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Härteskala nach Mohs

Für die Härteprüfung von Mineralien sind verschiedene Verfahren möglich, allerdings gilt die Härteskala des deutschen Mineralogen Friedrich Mohs (1773-1839) als international bekannteste. Diese beruht auf der Erkenntnis, dass es möglich ist, dass härtere Stoffe weichere Stoffe durchaus ritzen können. Auf dieser Basis erstellte vor über 100 Jahren Friedrich Mohs eine Härteskala und ordnete 10 Mineralien zu einer Skala entsprechend ihrer Ritzhärte, die von dem weichsten Mineral Talk, mit einer Härte von 1 bis zu dem härtesten Mineral mit der Härte 10, dem Diamanten reicht.

Die noch heute von Gemmologen verwendete Härteskala besteht aus den Gliedern:

1. Talk
2. Steinsalz
3. Kalkspat
4. Flussspat
5. Apatit
6. Feldspat
7. Quarz
8. Topas
9. Korund (Safir, Rubin)
10. Diamant

Kimberly Process Certification Scheme

kimberley process certification scheme kpcs zertifikat diamantenIm Jahr 2003 wurde das Kimberly Process Certification Scheme (KPCS) gegründet, ein komplexes Kontrollsystem, das über staatliche Herkunftszertifikate den Handel mit Blutdiamanten unterbinden soll.

Diese Initiative entstand nach dem bekannt wurde, dass Ende der 1990er Jahre, die Kriegsparteien den Handel mit Rohdiamanten nutzten, um die Finanzierung von Waffen vornehmen zu können. Mittlerweile beteiligen sich am Kimberley-Prozess 49 Länder, wobei die EU als einzelnes Mitglied gezählt wird. Die Teilnehmer dieses Kontrollsystems verpflichten sich zur Einhaltung der strengen Auflagen und Richtlinien, damit der legitime Ursprung jedes einzelnen Diamanten nachgewiesen werden kann.

Großmogul

Der Großmogul ist der weltweit fünftgrößte bekannte Diamant, der mit einem Rohgewicht von
797,5 Karat (159,5 g) in der indischen Kollur Mine in Goldkonda gefunden wurde. Allerdings
werden auch andere Angaben in Bezug auf das Gewicht genannt mit 793, 807 und 817 Karat. Der Name des Diamanten stammt von dem Titel Großmogul ab, der in den früheren Zeiten von den Herrschern des Mogulreiches getragen wurde.

Der Großmogul gehörte einst zu den Insignien der Herrscher des Mogulreiches neben dem
Pfauenthron, einem kostbaren Thronsessel und dem Koh-i-Noor, einem weiteren überaus berühmten Diamanten. Will man der Geschichte glauben, wurde der Diamant im 17. Jahrhundert von Hortenio Borgis, einem venezianischen Steinschleifer zu einer spitzkegeligen Rose geschliffen. Jedoch gibt es über den bläulichen Diamanten nur eine einzige Beschreibung, die noch erhalten ist und von dem Franzosen Jean-Baptist Tavernier 1665 überliefert wurde. Seit der Eroberung Dehlis im Jahr 1739 durch Nadir Schah gilt der Großmogul Diamant bis in die heutige Zeit als verschwunden.

Die Diamantfarben

diamantenfarben-farben-diamanten kopieDiamanten werden in zahlreichen Farben und Schattierungen gefunden, unter anderem in gelb, blau, rot, braun und selten weiss, dabei gilt allerdings, je weisser der Diamant ist desto besser. Die Farben der Diamanten sind in erster Linie auf den Einbau von Fremdelementen zurückzuführen, wie Bor oder Stickstoff, die im Kohlenstoffgitter eines natürlichen Diamanten vorhanden sind.

Eine Regel besagt, je gelber der Diamant ist, umso weniger Wert hat dieser, da ein gelber Diamant weniger scharf ist und weniger glitzert. Ein weisser Diamant hingegen strahlt und funkelt, da er wesentlich mehr Licht durchlässt. Eine Ausnahme dieser Regel bildet der Kanarienvogel Diamant (Fancy Yellow), der faszinierend gelb leuchtet und mit weissen Diamanten preislich vergleichbar ist.

Die Farbe Fancy Yellow gibt es in vier Stufen mit

1. Fancy Light Yellow
2. Fancy Yellow
3. Fancy Vivid Yellow
4. Fancy Intense Yellow

Der höchste Preis wird für Vivid Yellow bezahlt.

Damit die Diamantfarben genau bestimmt werden können, hat das GIA (Gemmological Institute of
America) der Palette der Farbtypen Buchstaben zugeordnet. Hierbei gilt das „D“ als die wertvollste weisseste Sorte aufgrund der fehlenden Farbe, während die schwach gelben weniger preisintensiv sind.

D E F = farblos

G H I = fast farblos

J K L = sehr schwach gelb

Diamantwertbestimmung

diamantenwertbestimmung wert diamantenIm Allgemeinen wird der Wert von Diamanten aufgrund von verschiedenen Qualitätsmerkmalen bestimmt. Diese Wertbestimmung, die auch als Diamanten Graduierung bezeichnet wird, unterteilt sich in der Regel in die Segmente Cut (Diamantenschliff), Colour (Diamantenfarbe), Clarity (Diamantenreinheit), und Karat (Diamanteingewicht).

Bei dem Diamantenschliff gibt es zahlreiche Variationen, wobei die häufigsten Schliffformen der Brillantschliff mit mindestens 57 Facetten, der Tropenschliff, der Ovalschliff, der Herzschliff und der Marquiseschliff ist.

Die Diamantenfarben werden in die Klassen D, E, F, G, H, I und J, K, L, M sowie in O, P, Q, R, S und Z unterteilt. Diese Farben entsprechen den unterschiedlichen Farbvariationen feines weiss, blauweiss, weiss, getöntes weiss, schwach getöntes weiss, gelblich, schwach gelb und bräunlich/gelb.

Bei der Diamantenreinheit erfolgt die Einteilung bei der Bestimmung des Wertes eines Diamanten in den Klassen VVS, LR, SI, Vs, PIII, PII und PI. Besitzt der Diamant eine Reinheitsklasse LR, handelt es sich um ein lupenreines Diamanten Exemplar, wogegen Diamanten der Klasse PIII größere Einschlüsse haben.

Ein Karat ist eine Gewichtseinheit die 0,2 g entspricht.

Diamantenschliff

diamantenschliff diamantenDer Diamantschliff, der auch als Cut bezeichnet wird, beeinflusst im großen Maß die Schönheit der Diamanten. Bereits ein geringster Unterschied des Schliffs ist entscheidend für den Preis des Diamanten, ganz unabhängig von seiner Klarheit, Farbe und dem Karat-Gewicht. Die Schliffart ergibt sich aus der natürlichen Kristallform des jeweiligen Diamanten.

Diamanten können verschieden geschliffen werden, wie beispielsweise oval, rund brillant, Kissen und Prinzessin. Der Diamantschliff verstärkt aber auch den Glanz der Diamanten und hebt gleichzeitig die innewohnenden optischen Effekte hervor. So bricht ein gut geschliffener Diamant, ganz gleich welcher Form, das Licht und reflektiert es, um so den begehrten Glanz zu erzeugen. Diamanten die gut geschliffen sind, verlieren aber auch mehr Gewicht vom Rohdiamanten, gegenüber flach oder tief geschliffenen Diamanten. Schlecht geschnittene Diamanten wiederum wirken in den Augen leblos.