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Lesotho Promise Diamant

lesotho promise grosse diamantenDer Lesotho Promise Diamant wurde am 22.08.2006 in der Letseng Diamantmine in Lesotho gefunden. Der Rohdiamant wies eine außergewöhnliche, helle strahlende Farbe auf. Unter den größten gefundenen Diamanten belegt der Rohstein des Lesotho Promise Diamant mit 603 Karat den 15. Platz.

Für 12,36 Millionen US-Dollar wurde der Diamant 2006 an den Diamanthändler Laurence Graff und das Unternehmen Safdico versteigert. In Antwerpen ließ Graff den Lesotho Promise Diamant in 26 kleinere Einzelsteine mit Gewichten zwischen 76,41 und 0,52 Karat spalten und schleifen.

Alle Diamanten sind von hochfeinem Weiß und haben ein Gesamtgewicht von 223,25 Karat. Die Einzeldiamanten wurden auf der Rundiste mit einer Lasergravur versehen, bestehend aus Graff-Logo und Nummerierung.
Alle Diamanten des Lesotho Promise wurden von Graff in ein einziges Schmuckstück verwandelt: die Lesotho Promise Necklace mit dem großen birnenförmigen Einzeldiamanten als Abschluss. Der Wert der Diamanten wird auf mindestens 50 Millionen US-Dollar geschätzt. Der tatsächliche Kaufpreis könnte weitaus höher liegen, da es sich um ein einzigartiges Schmuckstück handelt und die Diamanten alle zusammen an einen einzigen Käufer gehen sollen.


Centenary Diamant

centenary grosse diamanten1986 wurde der Rohdiamant mit einem Gewicht von 599 Karat in der Premier Mine nahe Pretoria, Südafrika gefunden. Anlässlich der Feier zum 100-jährigen Bestehen von De Beers, dem Betreiber der Premier Mine, wurde der Diamant der Öffentlichkeit präsentiert. Die Farbe des Rohsteins war ein hochfeines Weiß ohne erkennbare Einschlüsse.

Mit der Bearbeitung des Diamanten De Beers beauftrage Gabi Tolkowsky, einen der berühmtesten und renommiertesten Edelsteinschleifer weltweit, dessen Großonkel den modernen Brillantschliff erfunden hatte. Zunächst wurden 50 Karat beschädigtes Material per Hand von der Oberfläche des Diamanten entfernt.

Für den nun eiförmigen Rohdiamanten schlug das Team 13 verschiedene Schliffmöglichkeiten vor. 1991 war die Bearbeitung abgeschlossen und ein 273,85 Karat schwerer, geschliffener Diamant fertig gestellt. Der moderne Schliff mit 247 Facetten des weltweit größten lupenreinen Diamanten erinnert entfernt an ein Herz oder einen Turban. Zusätzlich entstanden zwei lupenreine tropfenförmige Diamanten. Von den Diamanten mit der Farbeklasse D (hochfeines Weiß) wird der Centenary nur von Cullinan I und Cullinan II an Größe übertroffen.

Der Centenary Diamant war zwischenzeitlich im Tower von London ausgestellt. Spekulationen darüber, ob er verkauft wurde, werden von Seiten De Beers nicht beantwortet.

Jonker Diamant

jonker diamant grosse diamantenDer Jonker Diamant ist mit einem Rohgewicht von 726 Karat der achtgrößte jemals gefundene Diamant. Benannt wurde er nach Johannes Jonker, der ihn 1934 in der Nähe von Pretoria, Südafrika fand. 1935 kaufte Harry Winston den Diamant und beauftragte Lazare Kaplan, den Diamanten zu spalten und zu schleifen. Insgesamt entstanden 13 kleinere Diamanten aus dem großen Rohstein. Der größte geschliffene Diamant, der auch den Namen Jonker behielt, hatte ein Gewicht von 142,90 Karat. Um mehr Brillanz und eine eher rechteckige Form zu erhalten wurde der Schliff des Diamanten 1937 noch einmal verändert. Sein Gewicht reduzierte sich dadurch auf 125,35 Karat.

1949 kaufte König Farouk von Ägypten den Jonker Diamant, danach befand er sich im Besitz von Königin Ratna von Nepal. 1977 ging der Diamant auf einer Versteigerung in Hongkong für rund 2,26 Millionen US-Dollar in Privatbesitz über. Einige kleinere Diamanten wurden vom Maharaja von Indore und John D. Rockefeller Jr. gekauft. Der Jonker II wurde mit einem reduzierten Gewicht von 40,29 Karat 1994 von Sotheby's für rund 1,97 Millionen US-Dollar versteigert.

Der Jonker gilt bis heute als der am perfektesten geschliffene Diamant.

Jacob’s Diamond

jacobs diamond grosse diamantenDer Jacob's Diamond Diamant, auch Imperial oder Großer Weißer Diamant genannt, ist der siebtgrößte Diamant der Welt. Vermutlich handelt es sich beim Jacob's Diamond Diamant um den Victoria Diamant.

Der Rohdiamant war einer der größten oktaedrischen Diamanten Südafrikas und wog schätzungsweise über 400 Karat. In welcher Mine genau er gefunden wurde, konnte nicht eindeutig geklärt werden. In Frage kommen drei Minen im Kimberly Gebiet. Von acht Personen gemeinsam gekauft, wurde er 1887 von M.B. Barends in Amsterdam in einen großen Einzelstein im rechteckigen Kissenschliff mit 58 Facetten geschliffen.

1891 versuchte Alexander Malcom Jacob, den Diamant zu verkaufen. Nur wenige Personen weltweit waren wohlhabend genug, sich einen solchen Stein leisten zu können. Jacob bot daher den Diamant dem Nizam von Hyderabad, Mahbub Ali Khan an. Dieser zeigte wenig Interesse, da der Diamant als Ring oder Knopf zu groß war. Für einen geringen Betrag erstand er dennoch den Stein und benutzte ihn als Briefbeschwerer.

Einige Zeit nach dem Tod des letzten Nizams kaufte der Indische Staat 1995 für 70 Millionen US-Dollar die gesamte Juwelensammlung der Nizams, darunter auch den Jacob's Diamond Diamant. Der Schätzwert des Diamanten beträgt 150 Millionen US-Dollar.

Härteskala nach Mohs

Für die Härteprüfung von Mineralien sind verschiedene Verfahren möglich, allerdings gilt die Härteskala des deutschen Mineralogen Friedrich Mohs (1773-1839) als international bekannteste. Diese beruht auf der Erkenntnis, dass es möglich ist, dass härtere Stoffe weichere Stoffe durchaus ritzen können. Auf dieser Basis erstellte vor über 100 Jahren Friedrich Mohs eine Härteskala und ordnete 10 Mineralien zu einer Skala entsprechend ihrer Ritzhärte, die von dem weichsten Mineral Talk, mit einer Härte von 1 bis zu dem härtesten Mineral mit der Härte 10, dem Diamanten reicht.

Die noch heute von Gemmologen verwendete Härteskala besteht aus den Gliedern:

1. Talk
2. Steinsalz
3. Kalkspat
4. Flussspat
5. Apatit
6. Feldspat
7. Quarz
8. Topas
9. Korund (Safir, Rubin)
10. Diamant

Kimberly Process Certification Scheme

kimberley process certification scheme kpcs zertifikat diamantenIm Jahr 2003 wurde das Kimberly Process Certification Scheme (KPCS) gegründet, ein komplexes Kontrollsystem, das über staatliche Herkunftszertifikate den Handel mit Blutdiamanten unterbinden soll.

Diese Initiative entstand nach dem bekannt wurde, dass Ende der 1990er Jahre, die Kriegsparteien den Handel mit Rohdiamanten nutzten, um die Finanzierung von Waffen vornehmen zu können. Mittlerweile beteiligen sich am Kimberley-Prozess 49 Länder, wobei die EU als einzelnes Mitglied gezählt wird. Die Teilnehmer dieses Kontrollsystems verpflichten sich zur Einhaltung der strengen Auflagen und Richtlinien, damit der legitime Ursprung jedes einzelnen Diamanten nachgewiesen werden kann.

Großmogul

Der Großmogul ist der weltweit fünftgrößte bekannte Diamant, der mit einem Rohgewicht von
797,5 Karat (159,5 g) in der indischen Kollur Mine in Goldkonda gefunden wurde. Allerdings
werden auch andere Angaben in Bezug auf das Gewicht genannt mit 793, 807 und 817 Karat. Der Name des Diamanten stammt von dem Titel Großmogul ab, der in den früheren Zeiten von den Herrschern des Mogulreiches getragen wurde.

Der Großmogul gehörte einst zu den Insignien der Herrscher des Mogulreiches neben dem
Pfauenthron, einem kostbaren Thronsessel und dem Koh-i-Noor, einem weiteren überaus berühmten Diamanten. Will man der Geschichte glauben, wurde der Diamant im 17. Jahrhundert von Hortenio Borgis, einem venezianischen Steinschleifer zu einer spitzkegeligen Rose geschliffen. Jedoch gibt es über den bläulichen Diamanten nur eine einzige Beschreibung, die noch erhalten ist und von dem Franzosen Jean-Baptist Tavernier 1665 überliefert wurde. Seit der Eroberung Dehlis im Jahr 1739 durch Nadir Schah gilt der Großmogul Diamant bis in die heutige Zeit als verschwunden.

Die Diamantfarben

diamantenfarben-farben-diamanten kopieDiamanten werden in zahlreichen Farben und Schattierungen gefunden, unter anderem in gelb, blau, rot, braun und selten weiss, dabei gilt allerdings, je weisser der Diamant ist desto besser. Die Farben der Diamanten sind in erster Linie auf den Einbau von Fremdelementen zurückzuführen, wie Bor oder Stickstoff, die im Kohlenstoffgitter eines natürlichen Diamanten vorhanden sind.

Eine Regel besagt, je gelber der Diamant ist, umso weniger Wert hat dieser, da ein gelber Diamant weniger scharf ist und weniger glitzert. Ein weisser Diamant hingegen strahlt und funkelt, da er wesentlich mehr Licht durchlässt. Eine Ausnahme dieser Regel bildet der Kanarienvogel Diamant (Fancy Yellow), der faszinierend gelb leuchtet und mit weissen Diamanten preislich vergleichbar ist.

Die Farbe Fancy Yellow gibt es in vier Stufen mit

1. Fancy Light Yellow
2. Fancy Yellow
3. Fancy Vivid Yellow
4. Fancy Intense Yellow

Der höchste Preis wird für Vivid Yellow bezahlt.

Damit die Diamantfarben genau bestimmt werden können, hat das GIA (Gemmological Institute of
America) der Palette der Farbtypen Buchstaben zugeordnet. Hierbei gilt das „D“ als die wertvollste weisseste Sorte aufgrund der fehlenden Farbe, während die schwach gelben weniger preisintensiv sind.

D E F = farblos

G H I = fast farblos

J K L = sehr schwach gelb

Diamantwertbestimmung

diamantenwertbestimmung wert diamantenIm Allgemeinen wird der Wert von Diamanten aufgrund von verschiedenen Qualitätsmerkmalen bestimmt. Diese Wertbestimmung, die auch als Diamanten Graduierung bezeichnet wird, unterteilt sich in der Regel in die Segmente Cut (Diamantenschliff), Colour (Diamantenfarbe), Clarity (Diamantenreinheit), und Karat (Diamanteingewicht).

Bei dem Diamantenschliff gibt es zahlreiche Variationen, wobei die häufigsten Schliffformen der Brillantschliff mit mindestens 57 Facetten, der Tropenschliff, der Ovalschliff, der Herzschliff und der Marquiseschliff ist.

Die Diamantenfarben werden in die Klassen D, E, F, G, H, I und J, K, L, M sowie in O, P, Q, R, S und Z unterteilt. Diese Farben entsprechen den unterschiedlichen Farbvariationen feines weiss, blauweiss, weiss, getöntes weiss, schwach getöntes weiss, gelblich, schwach gelb und bräunlich/gelb.

Bei der Diamantenreinheit erfolgt die Einteilung bei der Bestimmung des Wertes eines Diamanten in den Klassen VVS, LR, SI, Vs, PIII, PII und PI. Besitzt der Diamant eine Reinheitsklasse LR, handelt es sich um ein lupenreines Diamanten Exemplar, wogegen Diamanten der Klasse PIII größere Einschlüsse haben.

Ein Karat ist eine Gewichtseinheit die 0,2 g entspricht.

Diamantenschliff

diamantenschliff diamantenDer Diamantschliff, der auch als Cut bezeichnet wird, beeinflusst im großen Maß die Schönheit der Diamanten. Bereits ein geringster Unterschied des Schliffs ist entscheidend für den Preis des Diamanten, ganz unabhängig von seiner Klarheit, Farbe und dem Karat-Gewicht. Die Schliffart ergibt sich aus der natürlichen Kristallform des jeweiligen Diamanten.

Diamanten können verschieden geschliffen werden, wie beispielsweise oval, rund brillant, Kissen und Prinzessin. Der Diamantschliff verstärkt aber auch den Glanz der Diamanten und hebt gleichzeitig die innewohnenden optischen Effekte hervor. So bricht ein gut geschliffener Diamant, ganz gleich welcher Form, das Licht und reflektiert es, um so den begehrten Glanz zu erzeugen. Diamanten die gut geschliffen sind, verlieren aber auch mehr Gewicht vom Rohdiamanten, gegenüber flach oder tief geschliffenen Diamanten. Schlecht geschnittene Diamanten wiederum wirken in den Augen leblos.